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01.Januar 2016: Kinderheilkunde
Angeborene unklare Hautveränderungen
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Dr. S. berichtet:
Bei der Erstuntersuchung des Neugeborenen fiel auf, dass an drei Stellen: Unterbauch, rechte Schulter und linker Fußrücken rundliche, wie "ausgestanzt" imponierende Hautstellen vorhanden waren. Ein mögliches von außen einwirkendes Agens eher unwahrscheinlich, Elektroden waren nicht angebracht, keine Beeinträchtigung des guten Allgemeinzustandes. Im Alter von 5 Tagen (U2 Vorsorgeuntersuchung) waren die Stellen im Abheilen begriffen, teils verschorft, teils kleiner geworden. 


Abb: 1 und 2:
Im Alter von 5 Tagen gegenüber dem ersten Lebenstag keine Zunahme des Befundes; entzündliche Veränderungen z.B. impetigo daher sehr unwahrscheinlich. Der gezeigte Befund mit Kontrolle nach 5 Tagen im Bereich des Abdomen.


Abb3 und 4:
Befund im Bereich der rechten Schulter, darunter die Kontrolle nach 5 Tagen.





Abb.5: Der Befund auf dem linken Fußrücken war innerhalb von 5 Tagen verkrustet.


Keine Zunahme der örtlichen Hauterscheinungen, Befundbesserung mit Austrocknen der anfangs feuchten schmierigen Beläge.



Diagnose:

Aplasia cutis congenita


Anm. d. Red.:

Differenzialdiagnostisch war eine impetigo contagiosa zu bedenken. Gegen einen Zoster sprachen die mehreren über den Körper verbreiteten Stellen, gegen angeborene Windpocken wiederum nur der uniforme und solitäre Bereich einzelner Regionen. Untypisch für eine aplasia cutis congenita waren Lokalisation und auch die multilokale Ausbreitung. Aber der schnelle Heilungsverlauf unterstützte die Diagnose.


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